Ein Freibad für Alle!

Die Problematik der Idar-Obersteiner Bäderlandschaft - und hier besonders das Freibad Kammerwoog - ist eng verknüpft mit der LUB. Dieses Thema zeigt auf der einen Seite das Versagen der großen Parteien CDU und SPD seit mehr als zwanzig Jahren, auf der anderen Seite die Ausrichtung der LUB an den Bedürfnissen der Bürger/innen Idar-Obersteins.
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Das Freibad Kammerwoog 



Was war passiert - was ist der jetzige Sachstand



Die LUB e.V. bekennt sich eindeutig und seit Anbeginn der Diskussion zu dem Standort Kammerwoog als Freibadstandort. Die Problematik dahingehend ist bereits soweit fortgeschritten, dass die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des Kammerwooges sehr verhärtet sind.

Wir möchten hier nur eine kurze Problembeschreibung geben, ansonsten auf die Homepage des Vereines verweisen, der sich für die Erhaltung des schönen und traditionellen Freibades einsetzt: www.kammerwoog.de . Mehr als zwanzig Jahre haben die großen Parteien der Stadt Idar-Oberstein, CDU und SPD, kostenintensive Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen gescheut und abgelehnt. Das Freibad "kam in die Jahre" und die Qualität des Wassers ließ aufgrund der veralteten Technik immer mehr zu wünschen übrig. In den Jahren 2002 bis 2005 gab es endlich feste Zusagen und auch politische Beschlüsse, das Freibad Kammerwoog nicht nur zu erhalten, sondern auch zukünftig als Kombibad umzubauen. (Kombibad: Ganzjahresbad mit Freibadkomponente). Plötzlich auftretende Probleme, wie z.B. der Umweltschutz, teuere Infrastruktur, Parkplatzmangel, Hochwasserschutz etc. wurden dann herbeizitiert, um den Standort Kammerwoog immer unmöglicher zu machen. Somit wurden auch in der Bürgerschaft Zweifel geschürt. Für alle diese "Probleme" hatte der Förderverein Kammerwoog und auch die LUB eine Lösung parat, bzw. alternative Ideen, die allerdings nicht ernst genommen wurden. Der Standort Kammerwoog war offensichtlich politisch nicht gewollt. Auch wenn der damalige Stadt-Beigeordnete (= dritter Bürgermeister) und heutige Oberbürgermeister Zimmer zugab, dass es möglich wäre, ein Schwimmbad am Kammerwoog zu bauen, so war er doch derjenige, der das Kammerwoog am vehementesten als "schwierig zu verwirklichen" propagierte und somit mithalf, den Standort und damit die Wünsche der Mehrheit der Bürger/innen zu beerdigen.

Nach einer vom Förderverein im Jahr 2004 initiierten Unterschriftensammlung, die mehr als 2000 Menschen unterstützten, und einer breit angelegten Sympathiekampagne für den Standort Kammerwoog, beschloss der Stadtrat mit der Mehrheit der Stimmen von SPD und CDU den Standort Gewerbegebiet Nahetal und offenbarte ihre Abgehobenheit und Arroganz.

Allerdings gestalteten sich die Pläne für ein Kombibad im Gewerbegebiet Nahetal im Jahr 2007 als äußerst problematisch. So konnte keineswegs gesichert werden, dass für die veranschlagte Summe von 9 Millionen Euro ein Schwimmbad mit den gewünschten Ausstattungsmerkmalen überhaupt zu realisieren ist. Wie beim Kampfflugzeug Jäger 90 (jetzt Eurofighter), schien es sich zu bewahrheiten, dass man für die maximal verfügbare Geldmenge nur ein rudimentäres Alljahresbad bekommen konnte. Auf der Strecke bleiben würde wahrscheinlich der Außenschwimmbereich, zugunsten von Wellness und Gastronomie. Einige Argumente, die noch im Jahr 2004 für den Standort Nahetal sprachen, sind damit lange nicht mehr zutreffend. Eine Markterkundung sollte nun klarstellen, ob es möglich ist, für 9 Mio. € ein Kombibad in Nahbollenbach zu bauen, nach dessen Veröffentlichung im Oktober 2007 ist nunmehr aber deutlich, dass dies eben nicht geht. Mindestens 12 Millionen Euro sind dafür notwendig. Nunmehr hatte der Stadtrat beschlossen, ein europaweites Auswahlverfahren zu starten, um doch noch einen privaten Badbetreiber- und erbauer zu finden. Ein weiterer Fortgang in Richtung "offenes Bewerberverfahren" ist nun im Gange, um irgendwie doch noch das lahmende Pferd "Kombibad Nahetal" voranzubringen.

Die LUB ist im Herbst 2008, nach allen bisher erfolglosen Versuchen, mehr als bisher davon überzeugt, dass es das Richtige ist, das Freibad Kammerwoog zu sanieren, beheizen und zu verkleinern. Auch das städtische Hallenbad sollte saniert werden.
Wir hoffen sehr, dass die Planungen zum Kombibad Nahetal bald als undurchführbar eingestellt werden. Die bisher vorgelegten Zahlen legen dies sehr nahe. Unserer Meinung nach ist ein Bau und der Betrieb des Bades im Nahetal nicht finanzierbar.



Der Plan der LUB

Wir möchten folgende Lösung für die Bäderlandschaft verwirklicht sehen:

1. Sanierung, Beheizung und evtl. notwendige Verkleinerung des Freibades Kammerwoog

2. Sanierung des städtischen Hallenbades

3. Konzepterstellung zur Reduzierung der Betriebskosten der Bäder

4. Konzepterstellung zu einer etwaigen Änderung der Betriebsform der Bäder in eine GmbH oder Genossenschaft



Freibad Kammerwoog im Winterschlaf 2007/2008



Historisches Freibad Kammerwoog

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